
Bei dem Wettbewerb „Schützen suchen die schönste Straße“ könnte sich der Sandberg hauchdünn vor dem Habichtsweg durchsetzen. Beide Straßen zeigten ein hohes Maß an Kreativität. Einige Impressionen der geschmückten Straßen finden Sie in unserer Galerie. Den dritten Platz konnte sich der Bieleken sichern.

Geschäftsführer Markus Cink überreicht der Abordnung vom Sandberg den Siegergutschein

Der neue geschäftsführende Bataillonsvorstand ist komplett: (v. l.) Schatzmeister Jürgen Kuchenbuch, Geschäftsführer Markus Cink, Oberst Michael Pavlicic, stellvertretender Schatzmeister Günter Protte, Oberstleutnant Karl Vollstedt, Kommandeur Dieter Koch und Schriftführer Michael Glunz.

Am Samstag trafen sich die Könige des Bezirksverbandes Paderborn-Stadt, Bernd Ortstädter aus Wewer, Rüdiger Nöth aus Benhausen und Udo Ringhoff aus Schloß Neuhaus, zum Bezirkskönigsschießen in Schloß Neuhaus. In einem sehr spannenden Wettkampf auf der Freilichtbühne konnte sich mit dem 243. Schuss Udo Ringoff aus Schloß Neuhaus durchsetzen. Als neuer Bezirkskönig wird er den Bezirk Paderborn-Stadt am 13. September beim Bundeskönigsschießen in Berverungen vertreten. Vor dem Königsschießen wurden die neuen Bezirksprinzen ermittelt. Als erster wurde Burghard Ringhoff aus Schloß Neuhaus neuer Zepterprinz, neuer Apfelprinz wurde Franz-Josef Bracke aus Benhausen und Kronprinz wurde Ricardo Rodloff aus Schloß Neuhaus.

Kronprinz Ricardo Rodloff, Apfelprinz Franz-Josef Bracke, Bezirkskönig Udo Ringhoff, Zepterprinz Burghard Ringhoff und Bezirksbundesmeister Josef Krelaus
Mit dem 159. Schuß stand es fest: Udo Ringhoff von der Marktkompanie ist der neue Schützenkönig des Bürger-Schützen-Vereins in Schloß Neuhaus. Es war ein sehr spannendes Finale zwischen den beiden Königsaspiranten Udo Ringhoff und Heinz-Josef Bunte. Beide schossen sehr zielgenau, beide wollten unbedingt das letzte Stück des Vogel herunterschießen, bis um 13:21 Udo Ringhoff mit einem gezielten Schuß das Königsschießen beendete. Vor Glück umarmte er seine Frau Manuela, die mit Ihm den neuen Hofstaat anführen wird.
Seinen Hofstaat komplettieren die Prinzen, die bereits vor dem König Ihre Würden errungen hatten.
Mit dem 8. Schuß wurde Burkhard Ringhoff von der Marktkompanie neuer Apfelprinz. Seine Prinzessin ist Anja Ringhoff. Vier Schüsse später fiel die Krone durch Ricardo Rodloff von der Hatzfelderkompanie. Als Prinzessin begleitet ihn Christina Schulze. Nach dem 19. Schuß wurde das Prinzenschießen von Klaus Mohr, ebenfalls von der Marktkompanie, als neuer Zepterprinz beendet. Seine Prinzessin ist seine Ehefrau Manuela.

Zeremonienmeisterpaar Michael und Elke Jakobsmeyer, Kronprinzenpaar Ricardo Rodloff und Christina Schulze, Königspaar Udo und Manuela Ringhoff, Apfelprinzenpaar Burkhard Ringhoff und Anja Ringhoff, Zepterprinzenpaar Klaus und Manuela Mohr, Bezirkskönigspaar Ralf und Marie Pierscinsky
Das wohl außergewöhnlichste Thronjubiläum der Schützensaison des Paderborner Landes wird am kommenden Wochenende beim Schützenfest in Schloß Neuhaus gefeiert. Alle Mitglieder die Hofgesellschaft von 1958 leben noch und die Hauptpersonen sind fit und aktiv dabei. Oberst Michael Pavlicic freut sich heute schon darauf, sie zu begrüßen: Das Jubelkönigspaar Willi Steffens und Käthe Rempe sowie die Prinzen August Ellenbürger, Ferdy Kruse und Anton Schweins.
Es war ein heißer Tag auf der Nachtigall. Und auch das Schießen - damals noch mit der Armbrust und auf dem Gelände der Gaststätte - wurde ein heißer Tanz. So überstand der Adler zwei Schießrunden der zehn Prinzenanwärter, bevor Ferdy Kruse (heute 73 Jahre) von der Hatzfelder Kompanie zum dritten Mal antrat und dem Vogel die Krone glatt abtrennte. Als Prinzessin an seiner Seite: Seine heutige Frau Hannelore. Bald darauf sicherten sich August Ellenbürger (71, Markt-Kompanie) das Zepter sowie Anton Schweins (74, Schloss-Kompanie) den Apfel. Das Ringen um die Königswürde wurde zu einem zähen Kampf.
Der Vogel wollte und wollte im Kampf gegen die Schützen und die Armbrust nicht aufgeben. »Dem Franz Bickmann wurde es dann zu viel«, erinnert sich Willi Steffens. »Der ist nach Haus gegangen, um ein Gewehr zu holen.« Damals - 13 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg - war Waffenbesitz noch stark reglementiert. Als Bickmann wieder da war, war alles gelaufen. Der umjubelte König hieß Willi Steffens, dem die Pfeile aus der Armbrust doch gereicht hatten. Und seine Königin war Käthe Grundmeier.
Die Tochter der Familie, die schon damals die Nachtigall - das Gründungslokal der Hatzfelder Kompanie - betrieb und heute wieder in der Nachfolgegeneration mit Robert Rempe. »Bis 4 Uhr hatte ich nachts gearbeitet, am Morgen schon wieder. Und dann sollte ich Königin sein. Eigentlich war mir gar nicht so danach«, so Käthe Rempe (71) heute. Aber dann gab es kein Zaudern und es wurde ein wunderbares Schützenjahr.
»Damals war Schützenfest noch anders«, schwärmt Willi Steffens und fügt nachdenklich hinzu: »Die heutige Gesellschaft hat zu viele Angebote. Es gibt heute die Qual der Wahl an einem einzigen Tag. Damals gab es die Schützenfeste und Libori; danach kam lange nichts.« Übrigens musste Steffens in den Tagen nach seinem Königsschuss ziemlich leiden. »Mein ganzer Körper war marmoriert vom Rückschlag der Armbrust. Dass man keine Rippe gebrochen hatte, war alles«, erinnert er sich.
Dass er es aber auch mit Gewehr kann, stellte Steffens dann 1984 zum 60. Kompanie-Jubiläum unter Beweis, als er sich gegen starke Konkurrenz durchsetzte und zum Kaiser ausgerufen wurde.
Text: Markus Mertens

August Ellenbürger, Willi Steffens, Ferdy Kruse, Käthe Rempe und Anton Schweins
Das Festschild des Bürger-Schützenvereins erstrahlt in neuem Glanz. Schützenbruder Werner Thiele hat es neu gestaltet. Zu sehen ist eine Szenerie aus Schloß Neuhaus, das Schloß und die Kirchtürme der Pfarrgemeinde St. Heinrich und Kunigunde, der evangelischen Gemeinde und der Pfarrgemeinde St. Joseph Mastbruch, sowie die Wappen von Dietrich von Fürstenberg, Wappen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Köln e.V. und das Wappen von Westfalen.

Oberst Michael Pavlicic mit Werner Thiele und der stolze Festausschuss
Mehr als 200 Gäste konnte Ralf Pierscinski als König des Bürgerschützenvereins Schloß Neuhaus am Samstagabend im Bürgerhaus Schloß Neuhaus zu seinem Königsabend begrüßen. Nicht nur Gäste aus Wirtschaft und Politik, sondern vor allem sehr viele Schützenbrüder aus den befreundeten Vereinen waren seiner Einladung gefolgt. Diese erfuhren nach den einleitenden Worten des Hauptmanns der Markt-Kompanie, Bernd Giesguth, zunächst, wie es überhaupt dazu gekommen war, dass sich Ralf Pierscinski im Juni 2007 um die Königswürde bewarb. Eigentlich habe er nämlich erst gar nicht schießen wollen. Ein glückliches Missverständnis sorgte dann jedoch dafür, dass er als einer von zwei Königsanwärtern der Markt-Kompanie unter die Vogelstange trat und die Königswürde erlangte. Das er dann auch die Bezirkskönigswürde des Bezirkes Paderborn Stadt erwerben konnte und diesen Bezirk auch ehrenvoll auf Bundesebene vertrat, führte Hauptmann Giesguth im Laufe seiner Laudatio ebenfalls auf. War es zunächst nur ein Streifzug durch das für König Ralf Pierscinski so erfolgreich verlaufene bisherige Königsjahr, so ging der nachfolgende Festredner, Ratsherr Bernhard Schaefer, noch einen Schritt weiter und gab in humorvoller Art und Weise einige, teils selbst miterlebte Einblicke in den Lebenslauf des Schloß Neuhäuser Königs. Auch die Hofdamen, unterstützt durch die Zeremonienmeisterinnen des Bürgerschützenvereins Schloß Neuhaus ließen es sich nicht nehmen, ihrem König und den diesjährigen Prinzen durch ein hervorragend vorgetragenes humoristisches Wortspiel auf das Lied „Ein Stern“, eine Freude zu bereiten. Nachdem Hauptmann Bernd Giesguth König Ralf als Anerkennung ein Wappen der Marktkompanie mit persönlicher Widmung überreicht hatte, ließ es sich dieser nicht nehmen, allen, die ihn im Verlauf seines Königsjahres unterstützt haben, zu danken. Der gelungene Königsabend wurde musikalisch vom Musikzug und vom Tambourcorps Schloß Neuhaus begleitet.


